„Autonomie ist ein Stück Lebensqualität und steigert das Selbstwertgefühl“

Die Stiftung Schulungs- und Wohnheim Rossfeld in Bern besteht seit 55 Jahren und gliedert sich in die vier Bereiche Schulheim, Kaufmännische Berufsschule, Wohnheim und Bürozentrum. Die Stiftung unterstützt mit professionellen Strukturen und 217 engagierten Mitarbeitenden 254 Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit körperlicher Behinderung, damit diese das Leben nach ihren Möglichkeiten selbst bestimmen und eigenverantwortlich gestalten können.

Anerkennung und berufliche Integration: Die Stiftung bietet Menschen mit körperlicher Behinderung ihren intellektuellen und physischen Fähigkeiten entsprechende Arbeit an. Im Bürozentrum stehen 70 Arbeitsplätze zur Verfügung. Der Dienstleistungsbetrieb ist für viele Unternehmen, Verbände, Vereine und die öffentliche Hand ein idealer und leistungsfähiger Outsourcing-Partner. Ein weiterer wichtiger Punkt im Leben eines Menschen, mit oder ohne körperliche Behinderung, ist die Körperhygiene, die einen grossen Teil des Alltags ausmacht. Damit die Selbständigkeit auch beim Toilettengang gewährleistet ist, gibt es in jedem Stockwerk des Hauptgebäudes ein Closomat Dusch-WC.

In diesem förderlichen und faktisch komplett barrierefreien Umfeld arbeitet Isabelle Pulver. „Autonomie und Lebensqualität sind bei uns ständige Themen, die wir in Bezug auf Alltagsaktivitäten im Job und beim Sport fördern“, erklärt die Leiterin der Physiotherapie und führt weiter aus: „Auch in der Physiotherapie arbeiten wir mit dem Ziel, die sogenannten Alltagsselbstverständlichkeiten zu ermöglichen, die für Menschen mit Behinderung zur Hürde werden. Stellen Sie sich vor, Sie hätten Probleme bei so natürlichen Dingen wie Husten. Wir versuchen, diese anstrengenden Bewegungen leichter zu machen und trainieren sie deshalb gezielt.“

In der Stiftung Rossfeld stehen Trainingsräume, zwei Physiotherapiebereiche, eine Sporthalle sowie ein Therapiebad zur Verfügung, wo mit spezifischem Training Bewegungsabläufe wie zum Beispiel der mühevolle Transfer vom Rollstuhl aufs WC für den Alltag geübt werden können. „Der Toilettengang ist ein Kraftakt, der durch Übung einfacher und automatisiert werden kann“, sagt Isabelle Pulver. „Gerade die Selbständigkeit bei der Toilettenhygiene hilft, die Privatsphäre zu steigern.“

Ein zentrales Anliegen der Stiftung Rossfeld ist es, Fähigkeiten zu fördern, die da sind, und sich nicht auf das zu konzentrieren, was nicht geht. „Manche Bewohner schaffen es, den Toilettengang auch auf normalen WCs zu erledigen, und benutzen darum bewusst keinen Closomat. Dies kostet sie zwar viel mehr Zeit und Kraft, aber sie sind stolz auf ihre Leistung. Und das ist auch gut so!“ Trotz dieser Ausnahmen ist der Closomat sowohl für die Bewohner als auch für das Pflegepersonal eine Erleichterung: „Ein Badezimmer ist für Menschen mit körperlicher Behinderung ein schwieriger Bereich, weil er sehr intim und sowieso voller Hürden ist. Wenn dieser also dank einem Dusch-WC ein Stück angenehmer gestaltet werden kann, dann ist dies ein grosser Erfolg.“

Die Firma Closomat und die Stiftung Schulungs- und Wohnheime Rossfeld legen ihren Fokus auf dieselben Werte: Selbständigkeit und Lebensqualität.

Mehr Informationen zur Stiftung Rossfeld finden Sie hier.

2018-08-31T12:38:35+00:0031.03.2015|

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