Der reizende Darm

Er ist fünf Meter lang und besitzt eine Oberfläche von 32m2: Der Darm. Er überzeugt aber nicht nur durch seine Größe, sondern auch durch seine Funktion, ist er doch das wichtigste Organ bei der Verdauung. Es ist also kein Wunder, dass wir leiden, wenn er zickt und nicht tut, was er tun soll. Blähungen, Verstopfung oder Durchfall hat wohl jeder schon mal gehabt – alle drei erschweren das Leben, sind dabei nicht nur mühsam, sondern teilweise auch schmerzhaft und kräftezehrend. Wenn die drei sich aber zusammentun und sich fröhlich abwechseln, wird es sehr beschwerlich. Eine mögliche Diagnose ist dann der Reizdarm.

Der Reizdarm

Wie bereits gesagt, zeichnet sich das Reizdarmsyndrom durch Verstopfung und Durchfall aus, die sich abwechseln (in gewissen Fällen tritt nur eines der Symptome auf). Damit einhergehen können Bauchschmerzen, Übelkeit, Blähungen, Kopf- und Gliederschmerzen. Auch die Stimmung leidet merklich (siehe dazu auch den Artikel zum Buch „Darm mit Charme“). Verantwortlich für den Reizdarm sind Bewegungsstörungen des Dickdarms, eine erhöhte Darmwandspannung sowie Störungen der Schleimproduktion im Darm. Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer. Eine positive Nachricht haben wir aber trotzdem für Sie: So beschwerlich ein Reizdarm auch ist, er ist nicht gefährlich; weder erhöht er das Risiko, an Krebs zu erkranken, noch kürzt er die Lebenserwartung.

​30 ​ Rezepte gegen Verdauungsbeschwerden: 

Von knuspriger Hähnchenbrust mit Zucchinigemüse über ​bunte Gemüsesuppe
bis hin zu leckerem Johannisbeersorbet.

Ursachen

Zu viel um die Ohren im Beruf? Streit mit dem Partner? Terminturbulenzen? Psychischer Stress oder Angst? All das kann einen Reizdarm begünstigen, da sich dieser gerne dann einnistet, wenn wir unter Strom stehen. Eine wirkliche Ursache für dieses Syndrom konnte bislang aber nicht gefunden werden, die Diagnose erfolgt meist nach dem Ausschlussprinzip. Je typischer die Beschwerden sind und je jünger der Patient ist, desto einfacher werden die Abklärungen gehalten. Ansonsten wäre eine Abklärung durch den Spezialisten nötig, um andere Diagnosen wie Krebs, Morbus Crohn oder andere Entzündungen wirklich ausschliessen zu können. Dies ist vor allem dann angezeigt, wenn zu den oben erwähnten Symptomen weitere wie Blut oder Schleim im Stuhl, Fieber, Gewichtsverlust oder Erbrechen hinzu kommen.

Therapie

Am Anfang einer Behandlung steht sicher das Gespräch mit dem Arzt. Ein Vertrauensverhältnis ist wichtig, da das Thema unangenehm und auch intim ist. Es gilt, den Betroffenen ganzheitlich zu sehen, da es wie beschrieben keine direkte Ursache für den Reizdarm gibt, sondern dieser eher als Begleiterscheinung anderer belastender Umstände auftritt. Liegt zum Beispiel eine psychische Grunderkrankung vor, können die richtigen Medikamente helfen, auch dem Darm Ruhe zu verschaffen. Ebenfalls unterstützend können sich eine Psychotherapie, Entspannungstechniken oder Hypnose auswirken. Bei starken Schmerzen kommen krampflösende Mittel zum Einsatz, bei Durchfall diesen hemmende. Und auch hier, wie schon oft: Achten Sie auf Ihre Ernährung. Zwar ist selten eine Nahrungsmittelintoleranz Auslöser für den Reizdarm, trotzdem kann die Einschränkung von blähenden Nahrungsmitteln wie Hülsenfrüchten, Zwiebeln oder Süssungsmitteln die Beschwerden reduzieren. Beobachten Sie zudem Ihr Ernährungsverhalten: Wenn die Beschwerden nach der Einnahme gewisser Nahrungsmittel zunehmen, sollten diese gemieden werden. Ansonsten gelten auch beim Reizdarm dieselben Ernährungstipps wie generell bei den einzelnen Symptomen Durchfall und Verstopfung (lesen Sie dazu unseren Artikel zu den Verdauungsproblemen).

Probleme mit dem Darm wirken sich immer auf den Stuhlgang aus. Die Überbeanspruchung der Haut durch vermehrte Reinigung reizt den Bereich, so dass der Gang zum WC nur schon deswegen schmerzhaft werden kann. Lesen Sie in unserem nächsten Artikel, wie Sie Ihre Haut schonen oder schon wunde Haut pflegen können.

2018-08-31T12:49:26+00:0003.07.2015|

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