Unsere Toiletten-Kultur befindet sich im Umbruch: WCs mit Duschfunktion finden derzeit immer mehr Anhänger. Auch Ärzte begrüssen den Trend. Doch bei manchen Nutzern überwiegt noch die Skepsis: Macht das wirklich sauber? Wird meine Kleidung unbeabsichtigt nass? Und muss ich erst die Bedienanleitung studieren, bevor ich aufs Klo kann? – Lesen Sie hier, wie man ein Dusch-WC benutzt und warum wir uns vom Toilettenpapier besser verabschieden sollten.

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Warum eine neue Toiletten-Kultur überfällig ist

Eingeübte Gewohnheiten sitzen tief. Auch die am stillen Örtchen: Sitzen, Papier falten, wischen, spülen – so haben wir es von Kindestagen an gelernt. Doch dieser Ablauf hat ein paar entscheidende Nachteile: Zum einen für die Umwelt, denn mit den Tonnen an Toilettenpapier, die wir verbrauchen, rauschen ganze Wälder den Abfluss hinunter. Zum anderen ist der hygienische Nutzen von Papier zweifelhaft. Man stelle sich nur vor, wir würden uns die Hände zur „Reinigung“ trocken mit Papier abreiben, anstatt sie zu waschen. Klingt absurd? Und warum erwarten wir dann, dass ausgerechnet unser Intimbereich mit Papier sauber werden soll? Tatsächlich verteilen wir mit Toilettenpapier Rückstände eher über eine grössere Fläche, anstatt sie restlos zu entfernen.

Das „Wischen“ ist zudem Gift für empfindliche oder geschädigte Haut. Vor allem Menschen mit Hämorrhoiden, Analfissuren oder Ekzemen im Intimbereich tun sich durch Reibung mit Papier nichts Gutes. Ärzte plädieren daher seit Langem für eine Intimreinigung mit purem Wasser, ganz ohne Papier oder Feuchttücher. Denn nur reines Wasser macht wirklich sauber, schont die Haut und löst garantiert keine Allergien aus.

Dusch-WCs: Europäer mögen es unkompliziert

Im hygienebewussten Japan hat sich die neue Toiletten-Kultur bereits etabliert. Mehr als 50 Prozent der Haushalte besitzen dort ein WC mit Duschfunktion. Doch zugleich hat die Toiletten-Kultur in Japan eine Richtung genommen, die vielen Europäern befremdlich erscheint: WCs mit Duschfunktion sind dort zu High-Tech-Objekten avanciert. Bis zu 20 verschiedene Knöpfe machen die Toilette zu einer Art Computer, die dem Nutzer Extras wie Sitzheizung, MP3-Anschluss oder Akustik-Funktion bietet. Letztere soll peinliche Geräusche am WC übertönen.

In Europa kommen schlichtere, weniger techniklastige Dusch-WCs besser an. Darauf haben sich die Produzenten eingestellt. Die Modelle, die hierzulande am Markt sind, verfügen zwar über ausgewählte Zusatzfunktionen wie Wellness-Duschen für den Intimbereich. Doch die Bedienung bleibt einfach und intuitiv, die meisten Modelle lassen sich mit nur 2 bis 3 verschiedenen Knöpfen steuern.

Was zählt, ist das Erlebnis für den Benutzer. Komfort, Hygiene und Wohlbefinden sind die wahren Werte, die im Zentrum unserer neuen Toiletten-Kultur stehen.

So benutzt man ein Dusch-WC

Sie fragen sich, wie ein WC mit Duschfunktion genau funktioniert? Auf den ersten Blick sieht ein Dusch-WC aus wie eine herkömmliche Toilette. Denn sein „Herzstück“, die Duschdüsen, sind in Ruhestellung gut geschützt hinter einer Leiste verborgen. So bleiben sie während der Benützung mit Sicherheit sauber. Anders als bei „herkömmlichen“ Toiletten werden Sie seitlich einige Knöpfe vorfinden, mit denen die Duschfunktion ausgelöst wird. Gehobene Modelle wie der Closomat lassen sich wahlweise auch per Fernbedienung oder mithilfe breiter Ellbogentaster bedienen.

Die Benützung ist ganz einfach – in der Regel kommen auch Kinder und Senioren problemlos mit Dusch-WCs zurecht. Und so funktioniert´s:

  • Hinsetzen: Zunächst nehmen Sie Platz wie auf jeder anderen Toilette auch. Gute Modelle registrieren, ob jemand auf der Toilette sitzt, nur dann sind die Duschdüsen einsatzbereit. Das verhindert unbeabsichtigte Wasserfontänen, etwa bei der Reinigung des WCs. Beim Closomat aktiviert sich zudem eine Geruchsabsaugung, sobald Sie sich setzen. Das erspart Ihnen und anderen Benützern unangenehme Gerüche.
  • Spülen: Nachdem Sie Ihre „Geschäfte“ erledigt haben, betätigen Sie die Spültaste. Es ist sehr wichtig, dass die Toilettenschüssel rundum sauber ist, bevor Sie duschen! Beim Closomat wird daher die Spülung vollautomatisch ausgelöst, sobald Sie die Dusch-Taste betätigen. So wird die richtige Reihenfolge von Spülen und Duschen sichergestellt.
  • Duschen: Zur Reinigung des Intimbereichs bleiben Sie nun einfach sitzen und lassen die Duschdüsen ihre Arbeit tun. Auf Knopfdruck fahren die Duschdüsen aus ihrer geschützten Ruheposition aus und reinigen Sie mit einem gezielten, satt-weichen Wasserstrahl. Selbstverständlich ist das Wasser angenehm temperiert. Sowohl Wassertemperatur als auch Intensität des Duschstrahls können Sie bei hochwertigen Modellen individuell einstellen. Abtupfen mit Toilettenpapier ist unnötig – der Wasserstrahl reinigt Sie ebenso sanft wie gründlich. Nach dem Duschen fährt die Duschdüse wieder in ihre geschützte Ruheposition zurück.
  • Wellness-Funktionen: Ganz nach Wunsch geniessen Sie beim Closomat Wellness-Funktionen wie pulsierende, kreisende oder wechselweise warm-kalte Duschen. Diese lösen Sie bequem per Knopfdruck aus. Der Duschstrahl massiert sanft die Haut und regt die Durchblutung an.
  • Föhnen: In der Regel verfügen Dusch-WCs über einen integrierten Warmluftföhn, der Ihre Haut nach dem Duschen gründlich trocknet. Dazu bleiben Sie einfach noch kurz auf der Toilette sitzen.

Und damit ist auch schon alles erledigt! Sie fühlen sich sauber, trocken und angenehm erfrischt.

Wichtig: Keine Kompromisse bei der Hygiene

Die Intimreinigung mit Wasser ist wesentlich hygienischer als das Abreiben mit Papier. Voraussetzung ist allerdings, dass die Toilette über ein durchdachtes Hygiene-System verfügt! Es ist wichtig, dass sich weder in der Toilettenschüssel noch auf Dusch- und Föhndüsen Rückstände festsetzen können.

Beim Kauf eines Dusch-WCs sollten Sie daher auf diese Punkte achten:

  • Position der Düsen: Während Sie die Toilette benutzen, dürfen keine Verschmutzungen auf Dusch- oder Föhndüsen gelangen. Die Düsen sollten sich in einer geschützten Ruheposition befinden.
  • Selbstreinigungsfunktion: Bei hochwertigen Modellen wie dem Closomat reinigt ein gezielter Wasserstrahl nach jeder Benützung die Düsen. So haben Schmutz und Keime keine Chance.
  • Vollflächige Bespülung: Wichtig ist auch, dass die Spülung die Toilettenschüssel vollständig erfasst, bis hin zum oberen Rand. Ansonsten könnten dort Rückstände verbleiben.
  • Toiletten-Kultur: Probieren geht über Studieren

Manchmal muss man sich einen kleinen Ruck geben, um überkommene Gewohnheiten zu verändern. So ist es auch bei der Toiletten-Kultur. Um Ihnen die Umstellung zu erleichtern, bieten Ihnen viele Hersteller unverbindliche Probetermine an. Auch den Closomat können Sie direkt vor Ort mit allen Sinnen erleben und kennenlernen – Praxistest inklusive! Denn neben allen gesundheitlichen Vorteilen ist es vor allem ein Argument, das viele Nutzer letztlich überzeugt hat: das unvergleichliche Erlebnis, sich absolut sauber und erfrischt zu fühlen.