Duschen Sie schon oder falten Sie noch Papier? Intimduschen sind ein Trend, dem immer mehr Menschen etwas abgewinnen können. Und auch Ärzte sehen ihn durchwegs positiv. Denn der Waschgang „untenrum“ erfrischt und setzt neue Massstäbe in Sachen Hygiene. Lesen Sie hier, wie eine Intimdusche funktioniert und aus welchen 8 guten Gründen der Trend immer mehr Anhänger findet.

Intimdusche © liza54500/Shutterstock.com

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Was ist eine Intimdusche und wie nutzt man sie?

Mit einer Intimdusche meint man Vorrichtungen zur Reinigung des Intimbereichs mit einem Wasserstrahl. Technisch lässt sich das auf unterschiedliche Weise umsetzen. Doch zwischen kostengünstigen Einsteiger-Varianten und hochwertigen High-End-Lösungen liegen oft Welten! Folgende Produkte werden als „Intimdusche“ verkauft:

  • Pump-Handduschen: Das sind handliche Kleingeräte aus Kunststoff mit einem kleinen Wasserbehälter und einem Düsenaufsatz. Den Wasserstrahl erzeugt man ganz einfach durch Handdruck. Kostet wenig, bringt auch wenig: Die Wasserfontäne macht Sie nur nass, aber niemals sauber.
  • Duschaufsätze: Alternativ dazu gibt es spezielle Aufsätze für den Duschschlauch, die man anstelle des herkömmlichen Duschkopfs verwendet. Doch auch bei dieser Variante ist der Wasserstrahl meist zu schwach, um den Intimbereich wirklich gründlich zu reinigen. Zudem ist es umständlich, jedes Mal unter die Dusche steigen zu müssen.
  • Bidet-Brausen: Sie können Ihr WC durch Bidet-Brausen aufrüsten, die man an einer Wandhalterung neben dem WC montiert. Dieses WC-Zubehör erhalten Sie günstig in vielen Baumärkten. Der Vorteil: Sie können die Brause direkt über der Toilette benutzen. Der Nachteil ist die etwas umständliche Handhabung.
  • Stand-Bidets: Die „Waschstation“ für den Intimbereich gibt es bereits seit Jahrzehnten, richtig durchgesetzt hat sie sich hierzulande nie. Denn Bidets beanspruchen zusätzlichen Platz im Bad und haben ihren Preis. In Relation dazu ist ihr Nutzen meist gering. Denn auch über einem Bidet müssen Sie normalerweise Hand anlegen, um wirklich sauber zu werden.
  • Dusch-WCs: Die komfortablere Alternative zu Bidets sind Dusch-WCs. Dabei handelt es sich um Toilette und „Waschstation“ in einem. Der Benutzer bleibt nach getanem „Geschäft“ einfach sitzen und löst auf Knopfdruck eine Intimdusche aus. Der Duschstrahl ist bei hochwertigen Varianten wie dem Closomat so konzipiert, dass er den Intimbereich völlig berührungslos reinigt! Üblicherweise verfügen Dusch-WCs über eine zusätzliche Föhn-Funktion, womit Sie sich auch das Abtrocknen sparen.
  • “Dusch-WC“-Aufsätze: High-End-Lösungen wie der Closomat haben ihren Preis. Die kostengünstigere Variante sind „Dusch-WC“-Aufsätze, mit denen man herkömmliche WCs aufrüsten kann. In technischer Hinsicht kommen diese Aufsätze aber kaum an das Original heran.

Eine Intimdusche muss kein unbezahlbarer Luxus sein, Einsteiger-Varianten gibt es bereits zum kleinen Preis. Doch die entscheidende Frage ist: Wollen Sie nur nass werden oder wirklich sauber? Es lohnt sich, etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Denn nur dann erfüllt die Intimdusche wirklich ihren Zweck.

Warum sich eine Intimdusche lohnt

Doch wozu das Ganze? Braucht es zur Wäsche „untenrum“ wirklich spezielle Vorrichtungen, wo es doch Dusche und WC-Papier gibt? Gegenfrage: Würden Sie auf Ihre Waschmaschine verzichten und Ihre Wäsche wieder per Hand waschen wollen, wie es in der Generation Ihrer Grosseltern üblich war?

Wer einmal die Vorzüge einer Intimdusche kennengelernt hat, will kaum noch darauf verzichten. Dafür gibt es 8 überzeugende Gründe:

1. Nur Wasser macht wirklich sauber.

Es ist schon paradox: Ausgerechnet den Intimbereich, der mit unseren Ausscheidungen in Berührung kommt, „reinigen“ wir traditionell mit Papier. Niemand würde nur im Traum daran denken, sich die Hände mit einem Papierhandtuch abzureiben, anstatt sie zu waschen!

Toilettenpapier erfüllt seinen Zweck mehr schlecht als recht: Wir verteilen damit Rückstände eher über eine grössere Fläche, als sie wirklich zu entfernen. Für echte Sauberkeit im Intimbereich sorgt nur fliessendes Wasser – so wie an jeder anderen Körperstelle auch.

2. Nur Wasser ist sanft zum empfindlichen Intimbereich.

Wasser ist zugleich das sanfteste Reinigungsmittel, das wir kennen. Die Haut im Intimbereich ist empfindlich, sie wird tagtäglich durch Feuchtigkeit, Sekrete und Ausscheidungen strapaziert. Reibung mit Papier erzeugt oft mikroskopisch kleinste Hautverletzungen, was zu unangenehmen Beschwerden wie Juckreiz oder Brennen führen kann. Feuchtes Toilettenpapier ist nur scheinbar die sanftere Alternative, denn die darin enthaltenen Duft- und Konservierungsstoffe haben im Intimbereich nichts verloren.

3. Mit einer Intimdusche starten Sie erfrischt in den Tag.

Neben diesen objektiven Gründen gibt es auch ein sehr subjektives Argument für eine Intimdusche: Der Waschgang erfrischt und gibt Ihnen die Gewissheit, wirklich sauber zu sein. Nur wer sich zu 100 Prozent wohl in seiner Haut fühlt, strahlt Selbstbewusstsein aus!

4. Sie geniessen ein einzigartiges Wellness-Erlebnis.

High-End-Varianten wie der Closomat bieten Ihnen eine ganze Auswahl an Wellness-Funktionen. Kreisende, wechselwarme oder pulsierende Duschen sind auch „untenrum“ äusserst wohltuend – vor allem für Menschen mit Beschwerden wie Hämorrhoiden oder Verstopfung.

5. Intimduschen sind perfekt für die weibliche Intimhygiene.

Eine Intimdusche bietet gerade für Frauen grosse Vorteile. Denn aufgrund der weiblichen Anatomie besteht beim Abwischen mit Toilettenpapier immer die Gefahr, Keime zu übertragen. Doch Vorsicht: Auch bei einer Intimdusche kann das passieren, wenn der Wasserstrahl die falsche Neigung hat. Achten Sie daher immer darauf, sich von „vorne“ nach „hinten“ zu reinigen.

Auf Nummer Sicher gehen Sie mit dem Closomat, denn hier wurde an die speziellen weiblichen Bedürfnisse bereits gedacht. Das Dusch-WC verfügt über eine separate Lady-Dusche mit angepasstem Neigungswinkel für eine schonende und gründliche Reinigung des weiblichen Intimbereichs.

6. Eine Intimdusche reinigt Sie berührungslos.

Der grosse Vorteil einer hochwertigen (!) Intimdusche: Sie ersparen sich den Einsatz Ihrer Hände und reduzieren dadurch das Risiko, Keime zu übertragen. Das funktioniert allerdings nur, wenn der Wasserstrahl kräftig genug ist.

7. Sie brauchen weniger WC-Papier.

Im Schnitt spült jeder Schweizer und jede Schweizerin 21 Kilogramm Papier pro Jahr die Toilette hinunter! Wenn Sie eine Intimdusche verwenden, können Sie sich die Rollen weitgehend sparen, Sie benötigen Papier höchstens zum Abtrocknen. Alternativ verwenden Sie Handtücher oder nutzen ein Dusch-WC mit Föhnfunktion. Davon profitiert auch die Umwelt. Denn zur Herstellung von Toilettenpapier werden jährlich 13 Millionen Hektar Waldflächen abgeholzt.

8. Sie sparen Wasser.

Auch wenn es Sie vielleicht überrascht: Durch eine Intimdusche können Sie Wasser sparen. Nämlich jenes Wasser, das es zur Herstellung von Toilettenpapier braucht. Rund 50 Liter Trinkwasser gehen auf das Konto einer einzigen Rolle WC-Papier! Je nach persönlichen Gewohnheiten erreicht die Intimdusche meist eine bessere Wasserbilanz.

Fazit: Wasser schlägt Papier

Intimduschen sind mehr als ein Trend – Sie sind gekommen, um zu bleiben. Denn die Reinigung des Intimbereichs mit Wasser ist effektiver, hygienischer und sanfter zur Haut als das Abwischen mit Papier. Seien Sie mutig und probieren Sie es aus!