Ist der Darm gesund, freut sich der Mensch

Dass man lieber gesund als krank ist, steht außer Frage, wieso das beim Darm besonders zutrifft, erfahren Sie hier. Der Darm ist das größte Organ des Körpers, ausgewachsen misst er an die 5 Meter und hat eine Oberfläche von 32m2. Er wird unterteilt in verschiedene Abschnitte, die sich vom Magen bis zum After erstrecken:

  • Dünndarm: bestehend aus Zwölffingerdarm, Leerdarm und Krummdarm
  • Dickdarm: bestehend aus Blinddarm, Grimmdarm und Mastdarm

Darmerkrankungen sind nicht nur störend und oft schmerzhaft, viele Krankheiten haben ihre Ursache im Darm, auch das Immunsystem ist auf einen gesunden Darm angewiesen. Und last but not least: Glückshormone werden zu 95% im Darm gebildet. Mit einem kranken Darm kann auch die Seele leiden.

Krankmacher für den Darm

​30 ​ Rezepte gegen Verdauungsbeschwerden: 

Von knuspriger Hähnchenbrust mit Zucchinigemüse über ​bunte Gemüsesuppe
bis hin zu leckerem Johannisbeersorbet.

Wie aber wird der Darm krank? Welche Ursachen kennt man für Darmerkrankungen und welche Folgen haben sie?

Wenn Sie zu viel oder zu schnell essen, belasten Sie Ihre Verdauung. Zu grosse Portionen oder riesige Bissen steigern die sowieso schon durch die Zersetzung vorhandene Belastung Ihres Verdauungstrakts. Zudem wird beim Schlingen viel Luft geschluckt. Die Folgen sind Übelkeit, Erbrechen oder Blähungen. Und: Luft, die im Körper ist, muss auch wieder raus – Aufstossen oder Flatulenzen sind die Folge.

Ebenfalls Blähungen verursachen können verschiedene Lebensmittel: Rohe Zwiebeln, generell Rohkost oder Hülsenfrüchte wie Erbsen oder Bohnen. Nicht umsonst heisst es „jedes Böhnchen ein Tönchen“. Und wenn wir schon bei luftigen Themen sind, gibt es noch mehr Verursacher dieser eher peinlichen Umstände: Kohlensäure ist so ein Kandidat. Die Luft geht oben rein und muss auch wieder raus. Ebenso getrocknete Früchte, die durch ihren Gehalt an Sorbitol bei übermässigem Verzehrt zu Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen führen können.

Sie sind eher der Coachpotato als die Sportskanone? Ihr Darm wird es ihnen nachmachen und auch träge werden. Die Folgen sind Verstopfung sowie unsere alten Bekannten, die Blähungen.

Sind Blähungen nur peinlich und unangenehm, so gibt es aber auch Krankmacher, die schwerwiegendere Folgen wie ein erhöhtes Darmkrebsrisiko, Gallensteine oder chronische Magen-Darm-Erkrankungen haben:

Einseitige Ernährung, die vorwiegend aus Fett und Fleisch und kaum aus Ballaststoffen besteht, kann den Darm träge machen. Es kommt zu Verstopfung, auch ein Reizmagen oder Gallensteine können die Folge sein. Damit steigt das Risiko für Darmkrebs.

Auch Schlafmangel (weniger als sechs Stunden pro Nacht) hat ein erhöhtes Darmkrebsrisiko zur Folge. Noch schlimmer wird es, wenn sie statt zu schlafen zu viel Alkohol trinken, denn damit belasten sie noch zusätzlich Ihre Bauchspeicheldrüse. Wenn wir schon beim Alkohol sind – Sie ahnen es bereits: Auch Rauchen trägt zum Darmkrebsrisiko bei (neben allen sonst bekannten Gesundheitsrisiken), zudem werden chronische Darmerkrankungen wie Morbus Crohn begünstigt.

Sie haben Stress im Büro? Streit in der Partnerschaft? Einen überquellenden Terminkalender? Alles Dinge, die wortwörtlich auf den Magen schlagen. Die Folge können Übelkeit, ein Reizdarm (lesen Sie dazu in Kürze unseren Artikel), eine Magenschleimhautentzündung sowie chronische Darmerkrankungen sein.

Sie sind krank und schlucken Medikamente? Leider machen diese nicht nur gesund, oft haben sie Nebenwirkungen: Diabetes-Präparate, Antibiotika und Magnesiumpräparate können Durchfall oder Blähungen auslösen, Eisenpräparate, Schlafmittel und Blutdrucksenker Verstopfung und die Pille erhöht das Gallensteinrisiko. Und zu guter Letzt gibt es noch diese kleinen, fiesen Angreifer, die hinterrücks kommen und einen niederstrecken, ohne dass man viel dagegen machen könnte: Viren. Ein gesundes Immunsystem hilft jedoch sicher dabei, den Eindringlingen mutig entgegenzutreten und vielleicht sogar den Sieg davonzutragen.

Kranker Darm? Muss nicht sein!

Wenn Sie all die Krankmacher und deren Folgen gelesen haben, ist Ihnen sicherlich aufgefallen, dass Sie bei ganz vielen eine Möglichkeit haben, sie zu vermeiden. Wie das geht? Hier die fünf Tipps für einen gesunden Darm:

  • Essen Sie ausgewogen und gesund: genügend Ballaststoffe, Obst und Gemüse, Fleisch und Fett in Massen.
  • Kauen Sie die Nahrung gut und hören Sie auf zu essen, wenn Sie satt sind.
  • Bewegen Sie sich – denn wenn Sie bewegt sind, ist es auch Ihr Darm und ein bewegter Darm ist ein gesunder Darm.
  • Hören Sie auf zu rauchen und geniessen Sie Alkohol in gesunden Massen.
  • Ein tiefer, gesunder Schlaf macht nicht nur Sie fit und munter für den Tag, Sie helfen damit auch Ihrem Darm.

Bleiben Sie gesund!

2018-08-31T12:46:51+00:0001.06.2015|

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