Was sind Hämorrhoiden?

Wirklich problematisch wird es, wenn das Sitzen schmerzt. Wenn dann gar noch Blut aus dem After kommt, ist es nicht nur quälend, dann macht es Angst. Hellrotes Blut weist auf eine Quelle nahe dem After hin – hier wären Hämorrhoiden eine mögliche Ursache. Es könnte sich aber auch um eine Analfissur handeln, womit ein kleiner Riss in der Afterschleimhaut bezeichnet wird. Bei eher dunklem Blut ist die Ursache der Blutung tiefer im Körper, in einem der vorgelagerten Därme. So oder so: Bei Blutungen sollte immer der Arzt aufgesucht werden, um eine schwerwiegende Krankheit auszuschliessen.

Genauer hingeschaut

Was einmal gegessen wird, findet seinen Weg durch die Speiseröhre, den Magen, verschiedene Därme und muss auch wieder raus. Damit es nicht einfach rausplumpst, haben wir einen ringförmigen Verschluss am After, bestehend aus arteriovenösen Blutgefässpolstern, sogenannten Hämorrhoidalpolstern. Man unterscheidet dabei zwischen inneren (im Afterkanal liegenden) und äusseren Hämorrhoiden. Die normalerweise drei analen Polster – teilweise werden sie durch kleine Zwischenpolster ergänzt – legen sich aneinander, um so einen präzisen Abschluss zu bilden. So weit, so normal. Wo kommt nun das Hämorrhoidalleiden ins Spiel?

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Was sind Hämorrhoiden?

Hämorrhoidalleiden (umgangssprachlich einfach als Hämorrhoiden bezeichnet) gehören zu den häufigsten Erkrankungen in unseren Breitengraden. Grundsätzlich kann es jeden treffen, Frauen, Männer, Kinder und ältere Menschen. Das Leiden ist aber bei Männern häufiger und tritt auch vermehrt im fortgeschrittenen Alter auf. Ein Hämorrhoidalleiden liegt dann vor, wenn die Blutgefässpolster, welche den After verschliessen, erweitert sind (Hypertrophie). Bei Hämorrhoiden gibt es verschiedene Stadien. Im ersten Stadium bilden sich kleine, nicht sicht- oder tastbare Knoten, welche sich im Analkanal befinden (Grad I). Schreitet die Erkrankung voran, treten diese Knoten zeitweise nach aussen, sind dann sowohl tast- als auch sichtbar, ziehen sich aber wieder zurück (Grad II). Im nächsten Stadium (Grad III) ziehen sich die Knoten nicht mehr von selber zurück, lassen sich aber manuell wieder in den After zurückschieben. In der letzten Phase (Grad IV) ist auch das nicht mehr möglich, die Knoten bleiben unveränderbar ausgestülpt.

Schmerzen entstehen dann, wenn das Blut aus den Schwellkörpern nicht mehr wie normal zurückfliesst, sondern es zu Blutstauungen und Verstopfungen der Venen kommt.

Wie werden Hämorrhoiden diagnostiziert?

Spätestens wenn Sie Blut wahrnehmen, sollten Sie zum Arzt gehen. Allerdings sollten Sie nicht zu lange warten, auch schon Schmerzen, die nicht in nützlicher Frist wieder weggehen, sollten untersucht werden. Der Arzt wird die Symptome prüfen und mittels einer Proktoskopie (Untersuchung des Enddarms) andere Ursachen für Ihre Beschwerden ausschliessen.

Hämorrhoiden – was nun?

Oft kennt man nur den Namen der Erkrankung, weiss, dass sie Schmerzen bringt. Alles Weitere fällt dem Tabu der Thematik zum Opfer, was Mythen und Schauermärchen Vorschub leistet. Die Diagnose Hämorrhoiden ist nicht aller Tage Abend. Ist das Problem erkannt, gibt es Mittel und Wege, damit umzugehen. Lesen Sie in unseren nächsten Beiträgen, wie es zu Problemen mit den Hämorrhoiden kommt, wie man sie vorbeugen kann und welche Therapiemöglichkeiten es gibt.

2018-08-31T12:33:23+00:0010.02.2015|

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