Welttoilettentag: Gedenktag für ein sanitäres Menschenrecht

Alle Jahre wieder… begehen wir am 19. November den Welttoilettentag. Skurril? Der Ehrentag für das „stille Örtchen“ hat einen durchaus ernsten Hintergrund, denn: Mehr als 2,5 Milliarden Menschen weltweit haben keinen Zugang zu hygienischen Sanitäranlagen! Ein Missstand, der für zahlreiche Probleme sorgt.

Toilette als Luxusgut

Seit 2013 wird der Welttoilettentag offiziell von den Vereinten Nationen (UN) ausgerufen, um auf die fatalen Folgen einer mangelnden Sanitärversorgung hinzuweisen. Denn ohne ausreichende Hygiene werden grosse und kleine Geschäfte zu einer gefährlichen Angelegenheit. Schätzungen zufolge sterben jährlich mehr als 2 Millionen Menschen an Krankheiten, die durch verschmutztes Trinkwasser oder verseuchte Böden hervorgerufen werden!

Mit dem Welttoilettentag wollen die Vereinten Nationen Bewusstsein für dieses oft tabuisierte Thema schaffen. Denn der Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu hygienischen Toiletten ist laut UN ein Menschenrecht.

Toiletten-Kultur auch hierzulande ein Thema

Hier in Europa verfügen wir zum Glück über hohe sanitäre Standards. Doch dass auf unseren Toiletten alles optimal läuft, ist ein weit verbreiteter Irrglaube! Denn nach wie vor machen wir uns beim „Abputzen“ oft die Hände schmutzig – um sie danach (hoffentlich) mit Wasser und Seife zu reinigen. Die verbreitete Reinigung mit Toilettenpapier ist aus gesundheitlicher und ökologischer Sicht kein Optimum, doch sie hat sich eben so eingebürgert.

Wasser statt Papier – die Vorteile

Eine Alternative wäre die Intimhygiene mit Wasser, doch Dusch-WCs sind hierzulande noch wenig verbreitet. Es scheint eine Frage der Kultur zu sein: Im hygienebewussten und technikverliebten Japan verfügen mittlerweile bereits 80 Prozent der Haushalte über ein sogenanntes Washlet, das asiatische Pendant zum Dusch-WC. Auch wenn das WC mit „Popo-Dusche“ ursprünglich ein Schweizer erfunden hat!

Ärzte weisen schon seit Langem darauf hin: Die Wasserreinigung hat gegenüber der Verwendung von Toilettenpapier viele gesundheitliche Vorteile – vor allem für Menschen, die unter Beschwerden wie Hämorrhoiden, Analfissuren oder Verstopfung leiden.

Doch nicht nur unser Po, auch die Umwelt könnte aufatmen. Denn jährlich spült jeder von uns rund 13 Kilogramm Papier die Toilette hinunter! Und der Wasserverbrauch? Der ist sogar deutlich niedriger, wenn man auf Toilettenpapier verzichtet, weil die Papierherstellung selbst viel Wasser benötigt. Pro Klogang lässt sich durch eine „Po-Dusche“ rund 5,5 Liter Trinkwasser einsparen.

Nehmen wir den Welttoilettentag zum Anlass, um auch einmal unsere eigene Toilettenkultur zu überdenken!

2019-01-30T15:27:14+00:0019.11.2018|

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